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Wenn die Zeit nur stehen geblieben wäre. Genau an diesem Tag.

 

Der Rolladen ist noch unten und ich weiß nicht genau wie viel Uhr es ist. Traue mich nicht auf mein Handy zu schauen. Hanna liegt seelig schlafend neben mir. Überall um mich herum ist es leise – vielleicht still und ich vermute, dass ich mich noch gedulden muss. Tick Tack. Die Sekunden vergehen langsamer als in anderen Nächten. Ich höre in mich hinein. Spüre Schmetterlinge, kleine Wölkchen und da ist etwas Neues. Ein Gefühl, dass ich so noch nicht kannte. Eine Art Glück. Aber es ist noch bunter und noch glücklicher, als jedes Glück das da bisher war. Es fühlt sich etwas leichter an und etwas endgültiger. Ein Widerspruch? Vielleicht. Ich möchte aufstehen, Braut sein, diesen wundervollen Tag starten. Möchte das Gefühl weitergeben, meinen Liebsten zeigen und es teilen. Ich habe so viel davon, dass ich es am liebsten mit der ganzen Welt teilen möchte. Ich hätte nie gedacht, dass sich ein Gefühl – mit solch einer Wucht an einem Tag entladen kann.

Lauter laute Gedanken in meinem Kopf. Es wundert mich, dass alle anderen Menschen in dieser Stadt noch schlafen können. Schlafen können, während ich mit laut schlagendem Herzen und diesen unendlich vielen Glücksgefühlen am Tag meiner Hochzeit wach liege. Tick Tack.

Jetzt im Nachhinein frage ich mich manchmal, ob ich diese Sekunden zwischen mir und meinem Herzen noch mehr hätte genießen sollen. Wenn die Zeit nur stehen geblieben wäre. Genau an diesem Tag. Aber stehen bleiben ist keine Eigenschaft, die Zeit mit sich bringt. Das hat sie nie und das wird sie auch nie. [Der Text ist ein Auszug aus einem Text in meinem Hochzeitserinnerungsalbum, das ich mit Hilfe meiner Meilensteinkarten gestaltet habe.]

Hochzeitserinnerungsalbum

Mein Tipp an euch: Saugt diese wunderbaren Glücksgefühle auf und lasst euch von ihnen leiten, denn sie erleichtern euch diesen Tag voller Emotionen und Eindrücke ernorm! Ich war so glücklich an dem Tag unserer Hochzeit, dass ich mich nicht einmal geärgert habe. Nicht einmal darüber nachgedacht habe, ob gerade irgendwas nicht nach Plan läuft. Alle Aufgaben waren besprochen, alle Dienstleister instruiert und ich konnte mich gehen lassen. Das aller witzigste ist uns eigentlich relativ zu Begin des Tages passiert. Unser Fotograf hat uns gesagt, dass es gut wäre wenn uns alle Gästen draußen gratulieren. Als die Standesbeamtin uns gefragt hat, ob wir wünsche für das Ende der Zeremonie hätten, haben wir, in unserer verstrahlten Glückseligkeit, den Hinweis des Fotografen total verdreht und der Standesbeamtin gesagt, dass wir gerne zu erst raus gehen möchten, sodass uns dann alle draußen gratulieren können. Das wir mit diesem Wunsch alle anderen Pläne zerstören war uns in dem Moment gar nicht bewusst. Die Folge war nämlich, dass meine beiden Schwestern sich mit den vorbereiteten Blütenblättern (die eigentlich hätten gestreut werden sollten, wenn wir das Standesamt verlassen) an den Eingang gestellt haben und alle Gäste nach und nach eine Hand voll Blüten auf uns „geschmissen“ haben. Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht sicher, ob dieser Fauxpas überhaupt jemandem aufgefallen ist oder nur alle zu höflich waren es zu kommentieren. Uns war das in dem Moment egal. Aber im Nachhinein könnte ich Tränen lachen bei dem Gedanken daran. – Hach so ein Sparlier mit Blütenregen wäre echt schön gewesen…

Ein Hochzeitserinnerungsalbum kann ich wirklich nur empfehlen. Ich erinnere mich so gerne an den Tag zurück und das Album hilft mir die schönsten Momente wieder zu erleben und dieses einmalige Glücksgefühl von dem ich oben berichtet habe wieder zu spüren. Mit den Meilensteinkarten könnt ihr schon während den Vorbereitungen zu eurer Traumhochzeit die schönsten Erinnerungen festhalten.

Fotos by Sebastian Willius und zusätzlich bearbeitet von mir.

 

 

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